Bei einem Eiskunstlauf Schlittschuhe Test geht es weniger um Marken als um zwei Zahlen, die im Laden selten jemand erklärt: die Steifigkeit des Schuhs und den Rocker der Kufe. Die erste entscheidet, ob du überhaupt in die Knie kommst, die zweite, ob der Schuh in der Kurve führt oder kippelt. Diese Seite ist eine Kaufberatung und ein Vergleich, keine Laborprüfung, und sie erfindet weder Messwerte noch Platzierungen.
Der teuerste Fehlkauf im Eiskunstlauf ist der zu steife Schuh. Er wird gekauft, weil er nach Fortschritt aussieht, und blockiert dann genau die Kniebeugung, aus der jedes Element kommt. Der zweitteuerste ist die halbe Nummer zu groß, damit der Schuh länger passt. Beides kostet mehr als der Preisunterschied zwischen zwei Modellen.
Unten stehen zuerst die Modelle, danach die Zahlen zu Steifigkeit, Größe und Kufe und ein eigener Abschnitt darüber, was teure Schuhe nicht leisten.
Eiskunstlauf Schlittschuhe Test: die Bestenliste
- stabile Boots
- Schnürung
- Fleecefutter
- Knöchel-Polster
- Edelstahl-Kufen
- Quartier aus Spritzguss-Verbundgewebe
- 2-teilige 30-oz-Filzzunge mit Mittelfußschutz
- TUUK LIGHTSPEED Pro II
- EVA-Schaum
- Knöchelpolster aus Anaform-Schaum
- Bitte immer richtig schnüren wenn sie Ihn anprobieren. Da sie erst dann richtig in den Hacken rutschen. Dann aufstehen, dann sollte er passen. Immer mal wieder nachschüren
- 11 - Euro 47 R
- 9 - Euro 44.5 R
Steifigkeit, Größe und Rocker
Die Steifigkeit wird bei den meisten Herstellern als Support Rating angegeben, also als Zahl oder Stufe auf einer eigenen Skala. Sie richtet sich nach Körpergewicht, Trainingsumfang und dem Sprungniveau, nicht nach dem Alter und schon gar nicht nach dem Ehrgeiz. Als Faustregel gilt: Der Schuh soll so weich sein, dass du in tiefer Kniebeuge noch die Ferse belasten kannst, und so fest, dass der Knöchel beim Landen nicht seitlich wegklappt. Ein Schuh, in dem du nicht in die Knie kommst, verhindert die Landung, die er stabilisieren soll.
Die Größe folgt nicht der Straßenschuhgröße. In der Praxis liegen Eiskunstlaufschuhe meist eine bis anderthalb Größen darunter, weil der Fuß eng sitzen muss und nur die Zehen minimal Luft brauchen. Dazu kommt die Weite, angegeben in Buchstaben von schmal bis breit. Wer eine falsche Weite kauft, kann die Länge nicht mehr korrigieren: Zu weit heißt Rutschen und Blasen, zu eng heißt tauber Vorfuß. Warum das wichtiger ist als jedes andere Merkmal, steht im Beitrag dazu, warum die Passform bei Schlittschuhen entscheidend ist.
Die Kufe hat zwei Rundungen. Der Rocker ist die Längskrümmung und wird in Fuß angegeben, üblich sind 7 und 8 Fuß. Ein 7er-Rocker ist stärker gekrümmt, hat eine kürzere Auflagefläche und dreht williger, kippt aber nach vorn und hinten leichter. Ein 8er läuft ruhiger und gerader. Quer dazu liegt der Hohlschliff, und je kleiner sein Radius, desto tiefer greifen die Kanten. Dazu kommen die Zacken an der Spitze, die zum Absprung dienen und nicht zum Bremsen.
Was teure Schuhe nicht leisten
Hier wird beim Kauf am meisten falsch erwartet, deshalb die ehrliche Fassung. Ein steifer Schuh macht keine Sprünge. Er stützt den Knöchel bei der Landung, aber er erzeugt weder Höhe noch Rotation, und er ersetzt keine Technik. Wer eine Stufe zu hoch kauft, verliert Kniebeugung, verliert damit den Absprung und lernt langsamer als im weicheren Modell.
Zweitens: Ein hoher Schaft verhindert kein Umknicken. Das Sprunggelenk bleibt beim Eislaufen die am häufigsten akut verletzte Struktur, und die typische Situation ist der Sturz mit dem Fuß in einer ungünstigen Stellung, nicht das langsame Wegknicken im Stand. Ein Schuh, der zu steif ist, verlagert die Belastung außerdem nach oben ins Schienbein, wo sie sich als Druckschmerz an der Schaftkante zeigt.
Drittens: Schuhe wachsen nicht mit. Der Trick, eine Nummer größer zu kaufen und dick Socken darunterzuziehen, funktioniert bei Winterstiefeln und beim Eiskunstlauf nicht. Ein Fuß, der im Schuh wandert, verhindert jede saubere Kantenarbeit, und dünne Socken sind hier ausdrücklich richtig. Und viertens: Kein Schuh der Welt ersetzt einen ordentlichen Schliff. Wie stark der Zustand der Kufe das Laufgefühl bestimmt, steht in der Übersicht zu Schlittschuhkufen.
Die Bauarten im direkten Vergleich
| Bauart | Was sie kann | Was sie kostet | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Freizeitschuh mit weichem Schaft | bequem ab der ersten Minute, warm gefüttert, günstig | kaum Halt bei Kanten und Drehungen, Kufe fest vernietet | Publikumslauf ein paar Mal im Jahr |
| Einsteiger-Komplettschuh mit vormontierter Kufe | abgestimmte Kombination, sofort laufbereit, klare Preisgrenze | Kufe meist einfache Qualität, Rocker nicht wählbar | erste Kursjahre, Kinder im Wachstum |
| Mittelklasse-Schuh, Kufe separat gekauft | Steifigkeit und Rocker frei kombinierbar, Kufe nachrüstbar | Montage muss ausgerichtet werden, deutlich teurer | regelmäßiges Vereinstraining, erste Sprünge |
| Wettkampfschuh mit hoher Steifigkeit | hält Mehrfachsprüngen stand, formt sich an den Fuß an | lange Einlaufphase, unbrauchbar für Anfänger, hoher Preis | Mehrfachsprünge, tägliches Training |
| Gebrauchter Schuh aus zweiter Hand | Bruchteil des Preises, Kufe oft noch gut | Schaft ist auf einen fremden Fuß eingelaufen und stützt anders | Wachstumsphasen, Zweitpaar |
Kaufkriterien mit Zahlen
Steifigkeit nach Niveau. Für Kurse und einfache Elemente die unterste bis mittlere Stufe des Herstellers. Erst mit sicheren Einfachsprüngen lohnt die nächste Stufe. Orientiere dich zusätzlich am Körpergewicht: Je schwerer, desto eher darf es eine Stufe fester sein.
Länge und Weite. Meist eine bis anderthalb Größen unter der Straßenschuhgröße, dazu die passende Weite in Buchstaben. Messen im Stehen, am Abend, mit der Socke, die du auch auf dem Eis trägst. Eine Zehe darf die Kappe leicht berühren, wenn du im Stand die Knie beugst, sie darf nicht dagegendrücken, wenn du gerade stehst.
Rocker. 8 Fuß für Anfänger und alle, die viel geradeaus laufen. 7 Fuß, wenn Pirouetten und enge Bögen im Vordergrund stehen. Der Unterschied ist nach ein paar Runden deutlich spürbar und lässt sich nicht durch Übung ausgleichen.
Hohlschliff. Ein üblicher Ausgangswert liegt bei einem halben Zoll, also 12,7 Millimetern. Tiefer greift stärker und bremst mehr, flacher gleitet leichter und verzeiht weniger. Wer viel Gewicht mitbringt, kommt mit einem flacheren Schliff oft besser zurecht.
Zackenform. Einsteigerkufen haben kleinere, flacher stehende Zacken, Wettkampfkufen aggressive Kreuzzacken. Große Zacken an einem Anfängerfuß führen dazu, dass man beim Anlaufen dauernd hängen bleibt und nach vorn fällt.
Preisrahmen. Freizeitschuhe liegen im unteren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich, Einsteiger-Komplettschuhe im niedrigen bis mittleren dreistelligen, Schuh und Kufe getrennt schnell im hohen dreistelligen Bereich. Für den Wechsel vom Kurs ins Training ist die mittlere Stufe fast immer die wirtschaftlich richtige.
Welcher Schuh zu welchem Laufniveau passt
Publikumslauf. Weicher Schaft, gefütterter Innenschuh, feste Kufe. Hier geht es um Wärme und Bequemlichkeit, nicht um Kanten. Wichtig sind ordentliche Schoner für den Weg zum Eis, siehe die Übersicht zu Kufenschonern.
Kurs und erstes Vereinsjahr. Einsteiger-Komplettschuh in der richtigen Größe schlägt jeden teureren Schuh in der falschen. Plan bei Kindern eine Zwischengröße ein und kauf lieber zweimal günstig als einmal zu groß. Was sonst noch in die Tasche gehört, steht im Überblick zum Eiskunstlauf Zubehör.
Erste Sprünge und Pirouetten. Jetzt lohnt die Trennung von Schuh und Kufe, weil du Rocker und Zackenform gezielt wählen kannst. Lass die Kufe ausrichten, statt sie nach Augenmaß zu montieren, denn eine schief sitzende Kufe erzeugt eine Lieblingsrichtung, die du dir sonst antrainierst.
Wettkampf. Hier zählen Steifigkeit und Passform, alles andere ordnet sich unter. Welche Vorgaben im Wettkampfbetrieb gelten, regelt der Weltverband in seinem Regelwerk für Eiskunstlauf. Für den deutschen Wettkampfkalender und die Anschlussvereine ist die Deutsche Eislauf-Union die richtige Anlaufstelle.
Häufige Fragen
Wie lange dauert das Einlaufen?
Bei weichen Schuhen praktisch gar nicht, bei Mittelklasse etwa fünf bis zehn Einheiten, bei steifen Wettkampfschuhen deutlich länger. In der Zeit läufst du kürzer, aber häufiger. Blasen an der Ferse sind ein Zeichen dafür, dass die Schnürung im Spann zu locker ist und der Fuß nach hinten rutscht, nicht dafür, dass der Schuh zu klein wäre.
Kann ich die Kufe später gegen eine bessere tauschen?
Bei vernieteten Freizeitschuhen nicht, bei verschraubten Modellen ja. Der Wechsel lohnt sich, wenn der Schaft noch gut stützt und nur die Kufe nicht mehr mithält. Die neue Kufe muss zur Sohlenlänge passen und wird neu ausgerichtet, nicht einfach in die alten Löcher gesetzt.
Wie pflege ich die Schuhe nach dem Training?
Kufen trockenwischen, Schoner abnehmen, Innenschuh offen trocknen lassen, nicht auf der Heizung. Leder braucht gelegentlich Pflegefett am Schaft, aber nichts davon an der Sohle. Feuchtigkeit im geschlossenen Schuh ist der schnellste Weg zu Rost an der Kufenbefestigung.
Die Sohle löst sich nach wenigen Monaten. Ist das ein Mangel?
In aller Regel ja. Eine sich lösende Sohle bei normalem Gebrauch ist keine Abnutzung, sondern ein Sachmangel im Sinne von Paragraf 434 BGB. Melde ihn beim Verkäufer, nicht beim Hersteller, und fotografiere den Zustand, bevor du die Schuhe einschickst.
Was bedeutet Testsieger bei Eiskunstlaufschuhen?
Testsieger ist kein geschützter Begriff, und bei diesem Produkt trägt er besonders wenig, weil Passform individuell ist und jedes Urteil an einem fremden Fuß entstanden ist. Nachprüfbar sind Steifigkeitsstufe, Weite und Rocker. Genau darauf zielt dieser Eiskunstlauf Schlittschuhe Test.
Worauf achte ich, wenn ich Eiskunstlaufschuhe kaufen will?
Zuerst auf die Steifigkeitsstufe passend zum tatsächlichen Niveau, dann auf Länge und Weite, dann auf den Rocker. Der Preis kommt zuletzt. Ein günstigerer Schuh in der richtigen Größe bringt dich weiter als der teure, in dem du nicht in die Knie kommst. Wer unsicher ist, schaut zusätzlich in den allgemeinen Überblick zu Eislaufschuhen.